Dresden und Fahrradfahren
Wenn man die Dresdner fragt, bekommt man häufig die Antwort zu hören, dass der TU Campus auf einem Berg liegt. Das mag aus Dresdner Sich auch so sein — wenn man jedoch in Würzburg gewohnt und/oder auch studiert hat ist man hier anderer Meinung.
Eigentlich sind es nämlich vom Bahnhof bis zur Uni nur 30 Meter Höhenunterschied, im Vergleich: In Würzburg sind es zwischen diesen zwei Orten 100 Meter.
Nungut, ich bin in Würzburg nie mit meinem Rad gestürzt, hier ist mir dieses Schicksal leider bereits Wiederfahren und ich habe mit meiner DDR-Gurke die Bergstraße bereits vermessen:
Als ich diesen steilen Berg hinauffahren will, steige ich vom Sattel um die Pedale kräftig durchzutreten. Hierbei springt die Kette heraus, und ich krache mit voller Wucht auf den Boden. Knie auf. Hose kaputt. Glück gehabt.
Seitdem darf sich das Fahrrad im Hof schämen, nicht mal die Kette habe ich ihm wieder eingelegt.
Da ich es aber ganz ohne Fahrrad doch nicht aushalte, habe ich mich im Uni-Radsport eingeschrieben. Wir fahren solange es geht jede Woche eine 3- bis 4-stündige Tour mit Startpunkt nähe Bergstraße. Ich habe richtig Spaß dabei, und es fahren nette Leute mit.
Morgen will ich alleine losziehen und mal Richtung Meißen fahren. Ich hoffe das Wetter spielt noch ein paar Tage / Wochen mit.
Fahrrad, Fahrrad und Fahrrad
Diese Woche steht wirklich im Zeichen des Fahrrades.
Am Montag beginnt mein Stundenplan mit Mathematik. Normalerweise schon, doch der Prof. ist nicht anwesend, da er mit dem Rad gefallen ist — so lautet die Botschaft die ich zu hören bekomme.
Also bekommen wir die wichtigsten Informationen zu dieser Vorlesung von seiner Assistentin mitgeteilt, und werden für den Tag schon nach Hause entlassen. Ich brauche aber auch noch ein Fahrrad, und habe mir vorgenommen die Lebenshilfe-Werkstätten aufzusuchen.
Dort angekommen, informiere ich mich über dies und jenes Fahrrad und fahre sie auch Probe. Letztendlich entscheide ich mich für ein 28″-Damenfahrrad, da es mir den solidesten Eindruck macht und auch noch erschwinglich ist:

Ich fahre gleich bis zum nächstgelegenen Baumarkt, da ich noch zwei Schrauben für meinen Schreibtisch benötige. Auf dem Weg dorthin fliegt mir die Kette zwei, drei mal heraus. Ich sehe es gelassen, auch als sie mir auf dem Rückweg wieder herausspringt.
Am Dienstag Morgen fahre ich zur Uni, was in etwa 3,5km sind. Mitgezählt habe ich nicht, jedoch ist sie mir zu häufig herausgesprungen. Ich entscheide mich wieder zu den Werkstätten zu fahren — sie überprüfen die Kette und finden ein Glied, das wohl etwas zu fest war und nicht ganz beweglich.
Nachdem ich wieder unterwegs bin, fliegt mir die Kette nach 250 Metern wieder heraus. Bis zur WG muss ich die Kette noch 6 weitere Male wieder einhängen. Mir wird das zu viel und ich gehe zum Fahrradladen um die Ecke, und frage was der Wechsel des hinteren Zahnrades kostet — welches meiner Meinung nach der Übeltäter ist.
Für 4 Euro Materialkosten und 5 Euro für die Umbauarbeiten bekomme ich ein neues Zahnrad, seitdem läuft das Rad ohne Probleme.